frauenweb.at [HOME]
 
Internet von Frauen für Frauen. [ Diskussion ] [ Web ] [ Publikationen ] [ Geschichte ] [ Net ]
Login

publikation auf frauenweb.at

Feministische Ernährungsgespräche

Andrea Schnabl, Gabriele Mraz, Michaela Knieli, Petra Merz, Rosemarie Zehetgruber, Verena Rainer Während andere Naturwissenschaften schon seit Jahren von Feministinnen kritisch betrachtet, analysiert, angewandt und abgeändert werden, liegt die Ernährungswissenschaft brach. Abgesehen von der Auseinandersetzung mit Ess-Störungen wird im feministischen Umfeld nicht viel dazu diskutiert. Auf den jährlich stattfindenden Kongressen "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" gab es noch kein Fachgruppentreffen von Ernährungswissenschafterinnen (bzw. Oecotrophologinnen, wie sie in Deutschland heißen), in einschlägigen Medien gibt es keine Artikel zum Thema. Es ist nicht einmal allerorts bekannt, dass Ernährungswissenschaften zu den Naturwissenschaften zählen. In Wien hat sich nun im Vorfeld des geplanten "27. Kongresses für Frauen in Naturwissenschaft und Technik" eine Gruppe von Ernährungswissenschafterinnen zusammengeschlossen und begonnen, unter dem Namen "Feministische Ernährungsgespräche" diese Auseinandersetzungen zu führen.

Was bringt Frauen dazu Ernährungswissenschaft zu studieren?

Aus dem Gedanken heraus, dass das Private ja politisch und daher ein guter Ausgangspunkt für eine feministische Analyse ist, haben wir damit begonnen uns selbst zu befragen, wieso wir uns eigentlich mit Ernährung und Ernährungswissenschaft beschäftigen, und haben dabei die folgenden Motivationen für wichtig erachtet.
  • Ernährungswissenschaft ist die ideale Symbiose eines naturwissenschaftlichen Studiums mit dem privat Nutzbaren. Fragen wie "Was ist gesund für mich" und "Was ist gut für meine Umwelt" lassen sich mit dem erworbenen Wissen besser beantworten.
  • Das schlanke Aussehen einer Frau wird in unserer Gesellschaft nach wie vor gefordert, und sehr viele Frauen haben sich schon in der Pubertät bemüht, dem gerecht zu werden. Models aus der Glamour-Welt werden zu Vorbildern. Nur wer schlank ist, ist sexuell attraktiv und somit auch erfolgreich . Deshalb wird das Essen oder Nicht-Essen zu einem zentralen Thema junger Frauen. Was eignet sich da besser als das Studium der Ernährungswissenschaft? Gleichzeitig kämpfen wir mit dem Vorurteil, dass alle Ernährungswissenschafterinnen essgestört sind und deshalb dieses Studium gewählt haben. Diese Theorie ist zu billig und als Erklärung sicherlich nicht ausreichend. Auch in anderen Studien könnte frau so argumentieren: Jede Informatikerin ist computer(spiel)süchtig, jede Pädagogin will ja doch nur ein eigenes Kind, jede Theologin hat einen sadomasochistischen Zug.
  • Wenn Frauen Naturwissenschaften studieren wollen, erlauben "wohlmeinende" Eltern etwas "Handfestes" wie z.B. das Lehramtsstudium "Haushaltsökonomie und Ernährung" . Das passt ja doch besser für Frauen, denn wo sollen sie sonst in einem Männerbereich Fuß fassen?
  • Eine wichtige Motivation für Frauen sind Vorbilder ­ so z.B. das Vorbild einer Ernährungslehre-Lehrerin, die erstmals dem Essen und Versorgen einen wissenschaftlichen Zug gegeben hat. Nicht zuletzt ist es die Freude am Kochen, an der Vorratshaltung, an der Lebensmittelproduktion, die uns Mütter, Tanten und Omas vermittelt haben, und die uns zur Ernährungswissenschaft geführt hat.
  • Neben der Vorbildwirkung anderer Frauen kann es auch um Abgrenzung gehen: Eine Ernährungswissenschafterin ist in gewisser Weise eine Konkurrenz zu ihrer Mutter, denn sie ist nun die (staatlich bestätigte) Expertin fürs Essen, eine Rolle, die (vormals) die Mutter innehat(te). Andererseits ist die berufliche Beschäftigung mit Ernährung auch eine direkte oder indirekte Wertschätzung dieses Frauenarbeitsbereichs.

Wie sehen wir uns selbst? Wie sehen uns die anderen?

Kurz zusammengefasst scheint die am häufigsten getroffene Aussage über uns zu sein: "Ernährungswissenschafterinnen sind Tussis". Wobei das gerade Feministinnen, die selbst ein solches Studium absolviert haben, über die anderen Studentinnen sagen. Diese Ansicht deckt sich gut mit dem Bild, das Feministinnen so oft von Hausfrauen haben ­ ordentliche, brave, fleißige, aber doch irgendwie fade Frauen, die ­ geschminkt, gestylt und mit Mascherl im Haar ­ hinter anderen Leuten den Dreck wegräumen und sie reproduzieren, ein bisserl unmündig und zu bemitleiden, andererseits selber schuld. Woher kommt diese Einschätzung der Ernährungswissenschafterinnen? Wenn wir unser Studium erwähnen, werden wir meist sofort mit Fragen wie "Ist das gesund, was ich da esse?" oder "Was darf ich denn überhaupt noch essen?" oder auch "Willst mir jetzt erzählen was ich essen soll?" konfrontiert. Ernährung ist ein wichtiges Alltags-Thema, zu dem jede Frau ihren Bezug hat. Diese Fragen zeigen für uns ein Bedürfnis nach Informationen, aber auch nach weiblicher Umsorgung. Frauen sind für die Emotion zuständig - Erinnerungen an die Küche der Mutter oder der Oma werden wach, das hebt meist die Stimmung, weckt aber auch rebellische Gefühle. Auch in Zeiten, in denen die Geschlechterrollen angeblich flexibler sind, sind es immer noch vor allem die Frauen, die für die Ernährung der Töchter, Söhne, Partner und sonstigen Personen, Haustiere und Zimmerpflanzen zuständig sind. Wir als Ernährungswissenschafterinnen erfüllen somit ­ auf den ersten Blick ­ diese Anforderung, indem wir uns per definitionem für Ernährung zuständig erklären. Was ist das Feministische daran? Nichts, außer dass es geändert werden muss?

Ernährung als Berufsfeld für Frauen

... - Diätassistentin - Köchin - Hausfrau - Ernährungswissenschafterin - Bäuerin ­ Lebensmittel-/Biotechnologin ­ Lebensmittelchemikerin ­ Essen auf Rädern-Zustellerin - ... Es gibt viele Möglichkeiten, sich beruflich (und privat) mit Ernährung zu beschäftigen. Angesehen sind wenige davon. Dort finden sich dann die Männer, die sich mit Ernährung professionell beschäftigen ­ Spitzenköche, Biotechnologen, Landwirtschaftsminister. Diätassistentinnen sind nahezu ausschließlich Frauen. Es ist ja immerhin ein "Assistenz-Beruf". Und welcher Mann möchte den Begriff "-assistenz" schon in seiner Berufsbezeichnung haben? Eine Diätassistentin ist keine Medizinerin. Oft fühlt sie sich diesen haushoch unterlegen ­ warum nur? Was lernt eine MedizinerIn über Ernährung und Diätetik? Eine Diätassistentin ist keine Köchin, sie unterrichtet KöchInnen jedoch in Ernährungsfragen. Sie ist keine Psychologin, arbeitet aber in der Beratung. Sie ist auch keine Naturwissenschafterin? Was ist sie dann? Im Haushalt kochen überwiegend die Frauen, außer beim Grillen und beim Bratenteilen, was übrigens auch in der Großküche von den männlichen Köchen übernommen wird - wie auch das Bedienen der großen wunderbaren technischen Hilfen in den Großküchen. "Wer hat die meisten PS?" "Kochen kann jede Frau" - das Wissen darum wird von der Mutter und anderen weiblichen Bezugspersonen weitergegeben (ging auch nie anders, Frauen hatten ja lange genug keinerlei Zugang zur Bildung). Männer hingegen lernen Kochen ­ in der Schule, bei Meistern. Unbezahlt kochen Frauen. Gut bezahlt und mit Ehre bedacht sind Männer am Werk. Die Familienköchin - der Haubenkoch. Ernährungswissenschafterinnen haben in Österreich (noch) kein eigenes geschütztes Berufsbild. Wenn sie Arbeiten anbieten, die ins Berufsbild der Diätassistentinnen fallen, können sie gerichtlich belangt werden. Hier sind zwei Gruppen von Frauen gegeneinander ausgespielt, die sich eigentlich ­ von ihrer Ausbildung und Intention her ­ in den allermeisten Fällen gut ergänzen würden. Ernährungswissenschafterinnen haben keine schlagkräftige Lobby, werden noch nicht ernst genug genommen. Wieso ist das so? Weil Frauen und auch das Thema Prävention nicht so ernst genommen werden? Ernährungswissensschafterinnen sind selbstbewusst und wollen sich nicht mit "Zuarbeitsstellen" - für Ärzte, Produktmanager usw. zufrieden geben - was offenbar unterbunden werden muss. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie werden Ernährungswissenschafterinnen gerne als Aushängeschild benützt: Auch solche Produkte, deren Wirkung in Frage gestellt werden muss, wirken gleich gesünder, wenn eine Ernährungswissenschafterin bei der Entwicklung dabei war und ihr Foto die Verpackung ziert.

Die Ernährungswissenschaft ist ein Frauenstudium...

Die Ernährungswissenschaft in Wien ist ­ als einziges naturwissenschaftliches Studium - ein Frauenstudium. In Wien, wo das Diplomstudium erst seit wenigen Jahren angeboten wird, sind zur Zeit über 80 % der StudentInnen Frauen, wobei sich der Männeranteil seit der Umwandlung des Studienversuchs "Ernährungswissenschaften" in das Diplomstudium erhöht hat. Vor 10 Jahren noch waren wir zu fast 100 % Frauen.

...und eine multidisziplinäre Wissenschaft...

Die Ernährungswissenschaft ist ein multidisziplinär angelegtes Studium, das uns die Arbeit in vielen Feldern ermöglicht. Obendrein sind wir durch diese Ausbildung besser befähigt, interdisziplinär tätig zu sein, als es bei anderen naturwissenschaftlichen Studien der Fall ist. Interessant ist, dass Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern mehr als Männer solche multi- und interdisziplinären Nischen suchen (z.B. am Institut für Anorganische Chemie der Uni Wien ist die einzige Dozentin in der Umweltchemie tätig, in der Informatik arbeiten die Frauen vor allem am Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, in der Ökologie ist der nach den Ernährungswissenschaften der höchste Frauenanteil zu finden). Ein Frauenleben an sich ist vielseitig, Männer können sich mehr spezialisieren weil es immer Frauen rundherum gibt, die den Rest erledigen, und alles in Beziehung setzen. Die Ernährungswissenschaft ist eine kommunikative Disziplin im Gegensatz zu anderen Naturwissenschaften. Ernährungswissenschafterinnen müssen sich mehrere "Fachsprachen" zu eigen machen. Das ist eine Stärke von Frauen. In der Ernährungswissenschaft zählen nicht nur die "harten Fakten". Manche verzweifeln daran, dass deduktive naturwissenschaftliche Methoden bisweilen versagen, die Psychologie einen wichtigen Stellenwert einnimmt und nicht nur Modelle sondern auch die Anwendung und Geltung derselben Gegenstand der Diskussion ist. Wie kann man/frau da in der Diskussion mit PhysikerInnen und ChemikerInnen bestehen? ÄrztInnen agieren in einem ähnlich "unwissenschaftlichen = nicht naturwissenschaftlichen" Bereich, haben aber hunderte Jahre lange männliche Tradition und damit ein entsprechendes Selbstbewusstsein. Die Ernährungswissenschaft nimmt im Vergleich zur Lebensmitteltechnologie mehr den Menschen in den Mittelpunkt (Körper, soziales und psychisches Gefüge). Der lebende Organismus (Mensch, Lebensmittel) ist veränderlich, nicht statisch, nicht standardisierbar ­ ein scheinbar unangenehmer Forschungsbereich, vieles bleibt eben vage. Unzählige Wechselwirkungen lassen uns nur von Tendenzen sprechen, Generalisierungen sind schwer möglich.

... mit wenig innovativen Methoden

Das mag auch der Grund sein, warum es "die richtige Ernährung" eigentlich nicht gibt und in der von führenden (männlichen) Köpfen der Ernährungswissenschaft angestrebten Form auch nicht geben wird. Es reicht nun mal nicht zu wissen, wieviel mg oder µg eines Vitamins täglich zuzuführen sind. Methodenkritik ist nötig. Wie in (fast) allen Naturwissenschaften sind auch in der Ernährungswissenschaft die derzeitig gängigen Methoden die Statistik und Tierversuche. Neue Zusatzstoffe etwa werden an Versuchstieren und getestet, und aus dem Sterben bzw. den krankhaften Veränderungen dieser Tiere wird die für die Menschen zulässige erlaubte Dosis an Süßstoffen oder Konservierungsmittel festgelegt. Der Mindestbedarf an verschiedenen Nährstoffen wird durch epidemiologische Studien ermittelt, bei denen es um die Ermittlung eines durchschnittlichen Wertes geht, bei dem keine gesundheitlichen Verschlechterungen auftreten. Die sozialen und individuellen Unterschiede kommen bei dieser Betrachtungsweise zu kurz. MigrantInnen haben ein anderes Budget für Essenseinkäufe, in den Untersuchungen zum Ernährungsstatus der österreichischen Bevölkerung kommen sie jedoch bis heute nicht als eigene Gruppe vor. Am Institut für Ernährungswissenschaften werden laufend Untersuchungen über den Ernährungsstatus an Studenten durchgeführt. Für diese Versuche werden nur Männer herangezogen, denen Blut abgezapft wird. Frauen werden hier aufgrund der ständigen hormonellen Veränderungen nicht berücksichtigt. Von den Ergebnissen der Männer wird dann auf die Frauen rückgeschlossen. Allein dadurch werden Studenten bevorzugt, da sie direkter in die am Institut laufenden Forschungsarbeiten eingebunden sind. Die Stoffwechselmodelle, die verwendet werden, sind auf Männer zugeschnitten, die weder chronisch krank sind sonstwie aus der Norm fallen (MigrantInnen, Menschen ohne Zugang zu gesunden Lebensmitteln, Leute ohne Ernährungswissen etc.). Auf dieser Basis werden Empfehlungen abgegeben, denen sehr viele Menschen (v.a. Frauen) oft krampfhaft versuchen Folge zu leisten. Erst in den letzten Jahren kommt hier ein bisschen Bewegung ins Spiel. Nachdem Untersuchungen ergeben haben, dass Menschen, die mit teils widersprüchlichen Ernährungsinformationen überhäuft werden, resignieren und unzugänglich für Empfehlungen werden, ist die Ernährungswissenschaft am Umdenken. Ein wichtiger Output der Ernährungswissenschaft sind die Ernährungsempfehlungen. Diese stehen voll in der Tradition der mechanistischen Naturwissenschaften: Alles wird zerstückelt und in Einzelteile zerlegt. X g Protein, y g Kohlenhydrate, z g Fett und entsprechende Mengen an jedem einzelnen Vitamin und Mineralstoff/Spurenelement pro Tag ergeben nach dieser Logik eine gesunde Ernährung. Hier definieren Männer Normalität ist und Frauen akzeptieren sie. Und wenn wir es nicht schaffen uns so zu ernähren, dann müssen wir eben zu Vitaminpräparaten greifen. Wem das hauptsächlich nützt liegt auf der Hand: der Pharmaindustrie. Auf individuelle Verträglichkeiten und Bedürfnisse und auf soziale und wirtschaftliche Aspekte wird ­ wenn überhaupt - in Nebensätzen eingegangen. Ein ganzheitlicher Zugang ist hier gefragt. Lediglich die ökologische Rahmenbedingungen erfahren in den letzten Jahren mehr Beachtung, wahrscheinlich weil die Ökologie sich als gesellschaftlich wichtige Richtung erwiesen hat und der biologische Landbau in Österreich gerade boomt. Kein Wunder, dass viele Leute Zuflucht bei Ernährungslehren anderer Kulturen suchen. So erfreut sich die "Ernährung nach den 5 Elementen", die der chinesischen traditionellen Medizin angehört, größten Zulaufs, ebenso die Ernährung nach der indischen Ayurveda-Tradition. Die Ansätze sind grundsätzlich anders als in der westlichen Ernährungswissenschaft. Es kann aber keine Lösung sein, einfach andere Systeme, die aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen wurden, unkritisch anzuwenden. Wir als Ernährungswissenschafterinnen sind hier gefordert, Methoden zu suchen und anzuwenden, die uns ermöglichen, theoretisches Ernährungswissen zu erwerben, das im Alltag nutzbringend ist und die KonsumentInnen nicht zusätzlich verunsichert. Dazu ist es nötig, die fixen Grenzen, die die ErnährungswissenschafterInnen in der Beratung so gerne setzen, aufzuweichen, damit die Menschen mehr Vertrauen in ihr eigenes Gespür entwickeln können. Wie in der Schulmedizin ist es auch in der Ernährungsberatung notwendig, starre Vorgaben zu hinterfragen und individuelle Spielräume aufzuzeigen, zuzulassen und zu fördern. Die Ernährungswissenschaft könnte politischer werden als sie es heutzutage ist. Wenn z.B. eine andere Mindestzufuhr an Eiweiß pro Tag für Menschen in Entwicklungsländern gilt als für MitteleuropäerInnen, so ist das genauso zu hinterfragen wie die Anpassung von Grenzwerten für Schadstoffe und Nährstoff-Empfehlungen an sogenannte wirtschaftliche Zwänge anstatt an gesundheitliche Vorsicht.

Zum Abschluss

Wir sind Frauen und Lesben aus Wien und haben uns zur Gruppe "Feministische Ernährungsgespräche" zusammengeschlossen. Dieser Artikel ist ein erster Beitrag, mit dem wir eine kontinuierlichere Auseinandersetzung mit der Ernährungswissenschaft beginnen wollen. Da die Situation der Oecotrophologie in Deutschland vielleicht unterschiedlich zu uns ist, würden wir uns über deutsche Kolleginnen freuen, die mit uns diskutieren möchten. Kontakt: ernaehrung@frauenweb.at oder Michaela Knieli, Schulsiedlung 25, A-7111 Parndorf

Frauen im Berufsfeld Ernährung in Österreich

  • StudentInnen am Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Wien: bis vor kurzem fast 100 % Frauen, zur Zeit etwa 80 % Frauen. Die Institutsleitung hat ein Mann inne, von vier AssistentInnenstellen sind drei von Männern und eine (eine halbe Stelle) von einer Frau besetzt.
  • Verband der Ernährungswissenschafter (!) Österreichs: mind. 90 % der Mitglieder sind Frauen, im Vorstand sind ausschließlich Frauen
  • AGÖ (Arbeitsgemeinschaft österreichischer Großküchen, Berufsorganisation der Großküchenleiter (!): Führungskräfte in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung sind zu über 90 % Männer.
  • Verband der Köche (!) (freiwillige Interessensvertretung, nur für gelernte KöchInnen): Von knapp 1900 Mitgliedern sind 140 Frauen, das entspricht einem Anteil von 7,5 %.
  • Verband der Diplom-DiätassistentInnen und ernährungsmedizinischen BeraterInnen Österreichs: Es gibt in Österreich 800 fertig ausgebildete DiätassistentInnen, davon sind 6 Männer.
Essen ist nicht gleich Ernährung, und Ernährung ist nicht gleich Ernährungswissenschaft
publikationen
Publikationen - Home
frauenweb Tips
Feministische Themen
     Ernährung
     Geschichte
     Sprache
     Technikkritik
Gender
Geschichte
Informatik
Psychologie

  HOME |  DISKUSSION |  WEB |  PUBLIKATIONEN |  GESCHICHTE |  NET  
last updated 29.9.2000